Du bist aktuell dabei, Deinen Auftritt in den sozialen Medien zu planen und überlegst, welches Netzwerk dabei für Dich in Frage kommt? Wir haben in unserem Beitrag “Welches soziale Netzwerk passt zu mir?” schon vorgestellt, welches die wichtigsten sozialen Medien sind und was sie tun. Nun überlegst Du, auch bei Twitter einzusteigen, aber fragst Dich “Was bringt Twitter für mein Unternehmen überhaupt?”. Mit diesem Beitrag wollen wir auf die am häufigsten gestellten Fragen eingehen. Danach siehst Du klarer. 🙂

Aktualisiert am 28. Juni 2019

Häufig gestellte Fragen über Twitter

1. Was bringt Twitter für mein Unternehmen? Ist das überhaupt wichtig?
2. Sind meine idealen Kunden denn auch auf Twitter zu finden?
3. Kann man auf Twitter Waren und Dienstleistungen verkaufen?
4. Wie mache ich mich auf Twitter bekannt?
5. Wie finde ich meine Zielgruppe auf Twitter?
6. Was sollte mein Twitter-Profil enthalten?
7. Wie oft soll ich etwas twittern?
8. Wofür sind Hashtags bei Twitter?
9. Muss ich mein Facebook- und Twitter-Konto miteinander verbinden?
10. Wofür ist das @-Zeichen bei Twitter?
11. Wem soll ich folgen?
12. Wie erreiche ich mehr Retweets?
13. Was ist der Unterschied zwischen Antworten und Direktnachrichten?

Beginnen wir gleich mit der Kernfrage und dem Titel dieses Beitrags

Was bringt Twitter für mein Unternehmen? Ist das überhaupt wichtig?

Viele Unternehmer sind verunsichert, ob sie Twitter wirklich brauchen. Natürlich kann man ein Geschäft auch sehr gut betreiben, ohne bei Twitter vertreten zu sein. Aber mit den vielen Möglichkeiten, die Twitter einem bringen kann, wäre es eine verpasste Gelegenheit, darauf zu verzichten, zusätzliche Zugriffe auf die eigene Website von Twitter aus zu erzeugen. Außerdem rundet ein Twitter-Auftritt das Markenbild eines Unternehmens ab, ermöglicht professionelles “Networking” (also Vernetzung mit themenverwandten Unternehmern, Lieferanten, Kunden und vielen anderen) sowie die Möglichkeit ein weltweites Publikum zu erreichen. Nicht zuletzt bietest Du (potenziellen) Kunden damit einen zusätzlichen Kanal an, mit Dir in Kontakt zu treten.

Sind meine idealen Kunden denn auch auf Twitter zu finden?

Kurz gesagt: Um das herauszufinden, musst Du dort nach ihnen suchen. Du kannst auch nachschauen, wie die demografische Verteilung der Benutzer auf Twitter ist. Wenn die Verteilung von Alter, Wohnort und Interessen auf Deinen idealen Kunden zutrifft, d. h., viele Menschen aus Deiner anvisierten Kundengruppe dort zu finden sind, dann ist die Wahrscheinlichkeit auch hoch, dass Du dort Interessenten für Dein Produkt oder Deinen Service findest. Aber erst, wenn Du selbst das Netzwerk wirklich nutzt, kannst Du genauere Zahlen ermitteln. Dafür gibt es Analysewerkzeuge, die helfen, die Daten auszuwerten. Zum Beispiel jenes direkt von Twitter Analytics.

Falls Dein Unternehmen davon lebt, schnell Neuigkeiten mitzuteilen, bzw. falls sich häufig etwas ändert oder neues ergibt, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass Dein Zielpublikum auch bei Twitter zu finden ist.

Kann man auf Twitter Waren und Dienstleistungen verkaufen?

Jein. Man kann im sogenannten Twitter-Feed (also der Liste Deiner Mitteilungen) nicht direkt Verkaufsabschlüsse tätigen wie in einem Online-Shop. Gleichwohl kannst Du über Twitter Sonderangebote bekanntgeben oder beliebige andere Produkte bewerben. Damit das aber funktioniert, musst Du Dir ZUERST eine Vertrauensbasis und eine gewisse Zahl an “Followern” erarbeitet haben, indem Du Neuigkeiten, Hilfen und Informationen ohne Verkaufsabsichten zur Verfügung stellst.

Um etwas zu verkaufen, kannst Du aktiv nach Tweets suchen, in denen jemand ausdrücklich nach einer Empfehlung fragt. Dann kannst Du der betreffenden Person Dein Angebot vorschlagen. Idealerweise hast Du dafür auch eine Landing Page (siehe unseren Beitrag dazu) mit weiterführenden Informationen, die Du in dem Tweet teilen kannst. Fasse Dich kurz und formuliere so, dass Dein Tweet leicht weiterzuleiten (retweeten) ist, ohne dabei durch Abkürzen verstümmelt zu werden.

Was bringt Twitter für mein Unternehmen?

Die erweiterte Suche bei Twitter erlaubt zielgenaues Finden relevanter Tweets

Wie mache ich mich auf Twitter bekannt?

Das ist die älteste Frage seit es Twitter gibt. Wer twittert, möchte gehört werden. Dazu braucht es Follower. Die besten Tipps dafür sind immer wieder die gleichen:

  • Stelle kontinuierlich Inhalte zur Verfügung, die die Leute gerne teilen.
  • Verwende Schlüsselwörter in den Tweets, über die Du auch gefunden werden möchtest.
  • Halte die Tweets kurz, damit sie leicht weitergeleitet werden können.
  • Verwende relevante “Hashtags” (siehe weiter unten), um auch Menschen anzusprechen, die Dir noch nicht folgen.
  • Folge anderen Twitter-Konten aus Deiner Nische und sei aktiv durch Kommentieren, Gefällt-mir anklicken und Weiterleiten.

Wie finde ich die richtigen Konten, denen ich folge?

Was bringt Twitter für mein Unternehmen?Irgendwelche Twitter-Konten zu finden, denen man folgen kann, ist leicht. Aber Du willst letztlich Qualität statt Quantität, nämlich Leute, die möglicherweise eine positive Wirkung auf Dein Geschäft haben können. Das heißt, Du musst schon etwas sorgfältiger wählen, wem Du folgst.

Das Prinzip, um die richtigen Konten zum Folgen zu finden, ist das gleiche wie beim Abschnitt oben, wie wir den idealen Kunden finden. Verwende die Suchfunktion auf der Twitter-Website, um nach Hashtags und Schlüsselwörtern zu suchen, die für Dich relevant sind. Zum Beispiel “#Flensburg” oder “Flensburg”, um alle Themen und Konten über, in und um Flensburg zu finden. Auch kannst Du Dir die Konten von für Dich interessanten Personen genauer anschauen, um zu sehen, wem diese folgen. Diesen Konten folgst Du dann eben auch.

Je mehr Konten Du folgst und je mehr Du mit Twitter machst, um so nützlicher sind auch die Vorschläge für neue Konten, die Twitter Dir macht (siehe Abbildung).

Was sollte mein Twitter-Profil enthalten?

Der Zweck Deines Twitter-Profils ist es, die Aufmerksamkeit des Betrachters auf sich zu ziehen und als eine Einladung zu wirken, sich mit Dir zu verbinden. Dein Profil sollte also die folgenden Dinge beinhalten:

  • Ein professionelles (zumindest sehr gutes und ansprechendes) Profilbild
  • Ein Titelbild, das Deine Marke wiedergibt (mit Logo, passenden Farben etc.)
  • Einen User-Namen (“Twitter-handle”) mit Deinem Firmen- oder Markennamen, keinesfalls etwas nichtssagendes wie “@pucki345”
  • Deinen Standort, insbesondere dann, wenn Du ein ortsgebundenes Geschäft betreibst
  • Eine gut geschriebene Kurzbiografie, ohne Schreibfehler und mit relevanten Schlüsselwörtern
  • Ein Link auf Deine Website (ganz wichtig, um “Verkehr” dorthin zu leiten)

Wie oft soll ich etwas twittern?

Das hängt davon ab, was Dein Geschäft ist und wie viel neues darin passiert. Am besten ist es zu Anfang, erst einmal ein wenig zu experimentieren, um herauszufinden, wie das Publikum reagiert. Je nach Größe eines Unternehmens und Anzahl der Follower haben Studien ergeben, dass eine optimale Zahl bei 4-5 Tweets pro Tag liegt. Das klingt für den Anfang ziemlich viel. Ist es auch. Wenn Du erst bei Twitter anfängst, dann solltest Du wenigstens mehrmals wöchentlich, am besten aber zumindest einmal täglich “ein Lebenszeichen” von Dir geben.

Besonders beliebt sind immer wieder “Interna” aus Deinem Alltag. Klingt für Dich vielleicht uninteressant, aber die Reaktionen auf solche Beiträge sind meist größer als auf allgemeine Nachrichten aus der Branche. So wirkst Du nahbar und greifbar, und das schafft Vertrauen.

Wofür sind Hashtags bei Twitter?

Hashtags sind bei Twitter Begriffe (einzelne oder mehrere zusammengesetzte Wörter), mit denen man seinen Tweet thematisch “markieren” kann. Sie fungieren als Schlüsselwörter, nach denen man einerseits herrlich suchen kann, da sie anklickbar sind. Andererseits geben Hashtags auch “Trends” wieder, wenn innerhalb eines bestimmten Zeitraums besonders viele Twitter-Nutzer diese Hashtags verwenden. Diese am häufigsten verwendeten Hashtags siehst Du auf der Twitter-Seite immer links unter “Weltweite Trends”.

Hashtags erlauben Dir, Dein Publikum zu vergrößern, indem Du mit ihnen auf Dich aufmerksam machst. Wer einen Deiner Tweets mit einem bestimmten Hashtag gefunden und angeklickt hat und interessant findet, was Du schreibst, folgt Dir wahrscheinlich auch.

Muss ich mein Facebook- und Twitter-Konto miteinander verbinden?

Darüber sind die Experten geteilter Meinung (kein Wortspiel beabsichtigt! :-)). Einerseits bietet Dir das Verbinden der beiden Konten die einfache Möglichkeit, Beiträge, die Du auf Facebook teilst, automatisch auch auf Twitter zu posten und umgekehrt, was natürlich viel Zeit spart. Zudem werden die oben erwähnten Hashtags auch auf Facebook immer relevanter, so dass Du auch dort mit einem gut verfassten Tweet auf Dich aufmerksam machen und neue Follower gewinnen kannst.

Andererseits haben Facebook und Twitter eigentlich unterschiedliche Konzepte, die unterschiedlich genutzt werden (sollten). Twitter lebt auch vom direkten und spontanen Dialog. Zum Beispiel ist es nicht immer gewünscht, dass auf Deiner Facebook-Seite alles erscheint, was Du retweetest oder beantwortest. Das kann Deinen Followern den Eindruck vermitteln, dass Du nur faul bist und stur dasselbe überall postest (Hinweis: es gibt in Twitter eine Einstellung, damit direkte Tweets an bestimmte Personen und Retweets nicht automatisch auf Facebook erscheinen). Um die Jonglage zwischen verschiedenen Social-Media-Konten zu meistern, gibt es aber Hilfsmittel wie Hootsuite, die Dir dabei helfen, Dich besser zu organisieren.

Wofür ist das @-Zeichen bei Twitter?

Das @-Zeichen (sprich “ät”) markiert den Anfang eines Benutzernamens, des sogenannten Twitter-Handles (Beispiel @fjordkommission). Ähnlich wie die Hashtags sind auch diese Zeichenketten in einem Tweet anklickbar und führen zum jeweiligen Profil. Wenn Du einen Benutzernamen auf diese Weise in einem Tweet erwähnst, erhält dieser Benutzer auch darüber Nachricht, dass er erwähnt wurde. Tweets, die mit einem @-Zeichen beginnen, haben einen Sonderstatus. Sie sind meistens eine Antwort auf einen Tweet und werden nicht in Deinem “normalen” Twitter-Feed angezeigt, den Besucher Deiner Twitter-Seite aufgelistet sehen. Dort finden sie nur direkt verfasste und weitergeleitete Tweets von Dir.

Möchte man hingegen genau das Gegenteil und erreichen, dass ein Antwort-Tweet öffentlich sichtbar wird, stellt man dem @-Zeichen üblicherweise einen Punkt voran. Damit beginnt der Text mit einem anderen als dem @-Zeichen und wird wie ein regulärer Tweet behandelt.

Wem soll ich folgen?

“Ich hab mal gehört, ich sollte allen folgen, die mir folgen.” Das wird oft gefragt, und auf den ersten Blick klingt das auch logisch, weil man damit einen Follower “an sich bindet”. Das muss aber nicht sein. Fühle Dich nicht verpflichtet, allen zu folgen, die Dir folgen. Stattdessen schau Dir lieber zuerst an, wer Dir da neues folgt, und frage Dich, ob diese Person relevant für Dein Geschäft ist. Wenn offensichtlich ist, dass das kein neuer Kunde werden kann, oder das Konto sonst nichtssagend ist, gibt es keinen Grund, diesem zu folgen.

Der Grat zwischen “wohlüberlegt” und “zu wählerisch” ist allerdings sehr schmal. Falls Du Dir nicht sicher bist, folge dem Konto zunächst einmal und beobachte, was sich entwickelt. Vielleicht leitet ja auch ein zunächst unpassend wirkender Nutzer fleißig Deine Tweets weiter. Womöglich wird er ein neuer Kunde. Falls nicht, kannst Du ihm ja jeder Zeit wieder “entfolgen”.

Wie erreiche ich mehr Retweets?

Wenn die eigenen Tweets weitergeleitet werden, fühlt sich das gut an. Denn das zeigt einem, dass die Leser den Inhalt für gut und/oder wichtig halten, dass ihn deren Follower auch lesen sollen. Auf dieser Weise kannst Du Deine Bekanntheit steigern.

  • Produziere tolle Inhalte, die Dein Publikum ansprechen.
  • Platziere auf Deiner Website einen Retweet-Button für Deine Tweets, falls diese dort sichtbar sind.
  • Mache sinnvollen Gebrauch von Hashtags und Erwähnungen (per @-Zeichen).
  • Frage direkt nach Retweets (RT’s). Beispiel: “RT, wenn Du auch der Meinung bist, dass…”
  • Retweete selbst die Tweets von anderen.
  • Fasse Dich in Deinen Tweets kurz, die retweetet werden sollen.

Was ist der Unterschied zwischen Antworten und Direktnachrichten?

Bei dem Abschnitt zu den @-Zeichen haben wir die Antworten schon erwähnt. Bei ihnen steht der Benutzername zu Beginn des Tweets, und sie sind öffentlich einsehbar. Aus einem Tweet und mehreren Antworten darauf ergeben sich dann nachvollziehbare Unterhaltungen (Threads).

Eine Direktnachricht sieht auf den ersten Blick genauso aus, ist aber nicht öffentlich einsehbar, sondern erscheint nur im Postfach des Empfängers, so wie dessen Antworten darauf nur in Deinem Postfach zu sehen sind. Wenn Du auf einen Tweet antworten möchtest, aber nicht willst, dass alle Welt mitlesen kann, dann solltest Du dem Empfänger also besser eine Direktnachricht schicken.

Zusammenfassung

Als Twitter 2006 an den Start ging, war es anfangs nicht richtig einzuordnen. Die einen nannten es “Soziales Netzwerk”, weil man durch das Folgen anderer Nutzer eine netzwerkartige Beziehung zwischen diesen herstellen kann. Die anderen nannten es “Mikro-Blog-Plattform”, weil die Nachrichten, die über Twitter “gezwitschert” wurden (daher der Name), mit ihrer auf 160 Zeichen beschränkten Länge quasi den Charakter von Miniformen von Blogbeiträgen hatten.

Es hat ein paar Jahre gedauert, bis Twitter Fahrt aufnahm. Inzwischen hat sich das Portal aber zu einem der wichtigsten sozialen Medien entwickelt, weil sich hierüber in Windeseile Nachrichten um die ganze Welt verbreiten können. Schneller oft, als es die “herkömmlichen” Nachrichtenmedien können. Durch die weite Verbreitung ist Twitter auch zu einem mächtigen Marketing-Werkzeug geworden, über das man eine große Zahl potenzieller Kunden erreichen kann.

Wir hoffen, dass wir mit diesem Beitrag Deine Frage “Was bringt Twitter für mein Unternehmen?” ausreichend beantworten konnten, und Du jetzt weißt, ob und wie Du mit Twitter durchstartest.

Falls doch noch etwas unklar ist, schreibe uns doch einen Kommentar, eine Mail oder eine Direktnachricht bei Twitter :-)! Wir freuen uns auf Deine Meinung.

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