Immer wieder hörst Du den Begriff “Landing Page”, wenn es darum geht, mit einer Internetseite Geld zu verdienen oder Abonnenten bzw. Kunden zu gewinnen. Agenturen und Designer gehen wie selbstverständlich davon aus, dass man versteht, was damit gemeint ist, und sagen Dir, dass Du diese brauchst. Aber was ist eine Landing Page überhaupt? Hier erfährst Du es in einfachen Worten.

(Aktualisiert am 19. April 2019)

Landing Page? Landeseite? Bahnhof?

Was ist denn das Besondere an einer Landing Page und was ist der Unterschied zu einer Home Page? Vorab in Kürze: eine Landing Page heißt so, weil man auf ihr direkt “landen soll”, statt zuvor über die Startseite zu kommen.

Home Page, eine Geschichte voller Missverständnisse

Den Begriff “Home Page” hast Du sicher schon gehört. Zwar wird gemeinhin oft darunter dasselbe verstanden wie eine Website, aber das ist nicht dasselbe. Die “Home Page” ist die Startseite einer Website. Dort kommt der Besucher heraus, wenn er nur den Domainnamen in seinem Browser eingibt. Wie zum Beispiel https://fjordkommission.de oder https://gelbeseiten.de

Die Home Page enthält ein Menü und viele Verknüpfungen auf darunter liegende Seiten, und soll den Besucher dazu animieren, mit Deiner Website zu interagieren. Also auf Deutsch: darin herumzustöbern und/oder konkrete Informationen suchen.

Die Landing Page hat einen anderen Zweck

Eine Landing Page ist dagegen für etwas anderes bestimmt. Sie dient einem ganz konkreten, speziellen Zweck, nämlich direkt ein Produkt, eine Dienstleistung oder eine Veranstaltung zu beschreiben. Sie soll den Besucher unmittelbar dazu bringen (oder vornehmer ausgedrückt: ihm die Möglichkeit bieten), ohne Umwege einen Kauf zu tätigen, sich für eine Veranstaltung anzumelden, einen Newsletter zu abonnieren oder ähnliches.

Die Landing Page hat darum einen ganz bestimmten Aufbau, um dem Besucher ganz konkrete Informationen zu dem Produkt (der Dienstleistung, der Veranstaltung, etc.) zu geben. Die Menüs sind meist eingeschränkt oder gar nicht vorhanden. Stattdessen findest Du häufig Buttons vor, die direkt einen Kauf oder sonst einen ähnlichen Abschluss auslösen.

Und nun? Wofür brauche ich das?

Eine Landing Page kannst Du gut dafür einsetzen, wenn Du zum Beispiel mit einer Sonderaktion Werbung machst, um Neukunden zu gewinnen. Du lässt zum Beispiel Flugblätter drucken, auf denen die Adresse Deiner Landing Page steht, oder schaltest Werbung in Zeitschriften oder auch online. Wenn jemand diese Adresse aufruft, landet er dann direkt auf dieser speziellen Seite (daher auch der Name “Landing Page”), und kann mehr Informationen über das beworbene Produkt bekommen.

Somit eignet sich eine Landing Page für Dich insbesondere dann, wenn Du auf Dich aufmerksam machen möchtest und dafür gezielt die Informationen bereitstellen willst.

Was ist jetzt das Besondere?

Du denkst jetzt womöglich: “Was ist der Unterschied? Das alles kann doch auch eine normale Seite, die ich sowieso in meiner Website habe.”

Ja und nein.

Sicher, die Informationen kannst Du auch genauso gut auf einer regulären Unterseite Deiner Website darstellen, aber eine Landing Page ist mehr als nur Informationsquelle. Wenn sie richtig aufgebaut ist (und dafür gibt es in der Werbe- und Marketingbranche ein ganz bestimmtes Schema), dann soll die Landing Page Deinen Besucher direkt dazu verführen, einen Kauf zu tätigen oder einen Auftrag zu vergeben.

Dabei spielen ein paar psychologische Tricks eine Rolle, um dem potenziellen Kunden das Gefühl zu vermitteln, dass er was Großes verpasst, wenn er nicht an Ort und Stelle sofort zuschlägt. Zum Beispiel ein begrenzt gültiger Sonderpreis oder ein nur kurzzeitig verfügbares Extra, welches er bei diesem Angeobt zusätzlich erhält.

Psychologie? Interessant! Was heißt das?

Landing Page eines Fahrradgeschäfts mit Auflistung der Leistungen

Beispiel für eine Landing Page eines Fahrradladens

Eine Landing Page ist üblicherweise sehr lang. Der Besucher scrollt Schritt für Schritt abwärts. Informationen werden oft mit wenigen Schlagwörtern, Überschriften und Bildern oder Videos vermittelt.

Je nach Charakter -ob nur informativ oder aufs Verkaufen ausgerichtet- sind sie unterschiedlich strukturiert. Im nebenstehenden Beispiel siehst Du, wie eine Landing Page für das Sonderangebot eines Fahrradgeschäfts aussehen könnte.

Willst Du direkt etwas verkaufen, machst Du zuerst klar, dass Du genau das Problem kennst, das der Besucher der Seite hat. Im zweiten Schritt zeigst Du die Vorteile, die er hat, wenn er das vorliegende Angebot wahrnimmt. Als nächstes vermittelst Du Vertrauen in die dargebotenen Leistungen.

Zum Schluss kann noch ein Hinweis auf ein Ablaufen des Angebots dafür sorgen, dass der Besucher sich schnell entscheiden muss. Zum Beispiel: “Das Sonderangebot gilt nur jetzt! Wenn Du die Seite schließt, verfällt es“. Natürlich muss das dann technisch derart umgesetzt sein, dass es auch wirklich so ist und der Besucher nicht beliebig oft wiederkommen kann, um dasselbe Angebot vorzufinden.

Zwischen diesen einzelnen Phasen kommen immer wieder Buttons, mit denen der Besucher direkt einen Abschluss tätigen kann.

Klingt schon irgendwie hinterhältig

Auf den ersten Blick ja. Selbstverständlich solltest Du nur etwas versprechen, was Du auch halten kannst und den Besucher nicht belügen, um ihn auszutricksen und in die Falle zu locken. Aber Du willst ja auch Neukunden gewinnen, bzw. etwas verkaufen. Und da muss man sich eben zu Nutze machen, wie der Mensch tickt.

Landing Pages nur begrenzt “haltbar”

Typischerweise ist die Lebensdauer einer Landing Page auch an die Frist für das dahinter liegende Angebot gebunden. Wenn Dein Sonderangebot oder die Aktion abgelaufen ist, hat die Landing Page auch keinen Sinn mehr. Dann nimmst Du sie wieder ganz vom Netz, und die Adresse wird ungültig. Im Gegensatz zu einer Unterseite Deiner Website, die eine längere Lebensdauer hat.

Falls Du das Angebot aber wiederholt unterbreiten und bewerben willst, kannst Du die Landing Page natürlich auch “am Leben lassen”, bis Du sie wieder brauchst. Es versteht sich von selbst, dass die Seitenbesucher darüber informiert werden, dass das Angebot aktuell nicht verfügbar ist. Vielleicht kannst Du ja sogar einen Countdown einbauen, bis es wieder soweit ist. Das macht es sogar noch spannender.

Beispiele für den Aufbau von Landing Pages

Bei pinterest gibt es eine Reihe von Beispielen für das Design von Landing Pages. Vielleicht inspiriert Dich das eine oder andere Bild dazu ja, für Dein eigenes Geschäft auch eine Landing Page einzurichten, bzw. einrichten zu lassen. Kontaktiere uns! Wir helfen Dir gerne bei der Umsetzung.

10 Tipps für eine erfolgreiche Gestaltung

Du hast jetzt Lust bekommen, sofort selbst loszulegen und eine eigene Landing Page zu bauen? In unserem Beitrag “10 Tipps für eine erfolgreiche Landing Page” zeigen wir Dir bewährte Praktiken, die Du bei der Gestaltung berücksichtigen solltest, um Dein gewünschtes Ziel zu erreichen.

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