Wir werben ja mit dem Versprechen “kein Businesskasper-Gesabbel”. Doch was meinen wir damit? Und was ist überhaupt ein Businesskasper? Das erklären wir Dir gerne. Es gibt sogar ein kleines Video (nicht von uns). 🙂

Was ist ein Businesskasper?

Ich habe jahrelang für eine Unternehmensberatung gearbeitet. Unsere Kunden waren große Banken in Frankfurt am Main. Eine Zeitlang bin ich in den Türmen mit ihren glitzernden Glasfassaden täglich ein und aus gegangen. Und die Spezies “Businesskasper” ist dort allgegenwärtig.

Der typische Businesskasper in freier Wildbahn ist meist zwischen Mitte 20 und Anfang 40. Er trägt entweder Anzug oder sonstige schicke Designerklamotten, um seinen Status und vor allem seine Überlegenheit gegenüber dem Fußvolk zu zeigen. In großen Städten sind die Businesskasper hauptsächlich am Montagmorgen und Freitagnachmittag in großen Scharen in der Nähe von Bahnhöfen und/oder Flughäfen anzutreffen. Irgendwo habe ich mal den Begriff “Rollkofferbrigaden” gelesen. 🙂 Sehr treffend!

Man ist also Consultant (Berater). Der Kunde hat einen engagiert, er bezahlt irrwitzige Tagessätze für die Dienste und ist dadurch von einem abhängig, weil man so viel mehr weiß und kann als der Kunde. Und damit das so bleibt, benimmt sich der Businesskasper cool, unnahbar und vor allem kompetent. Auch, wenn er es gar nicht ist.

Der Name “Businesskasper” stammt übrigens aus einem Sketch der Comedy-Serie “Bullyparade” (1997-2002). Darin wird dieser Typ Mensch perfekt dargestellt. Schau selbst. 🙂

Businesskasper in der Bullyparade
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Was sabbelt ein Businesskasper?

In großen Projekten muss man oft und viel miteinander (be)sprechen. In Meetings. Und da geht es häufig darum, sein eigenes Unwissen möglichst gut zu kaschieren. Denn obwohl der klassische Businesskasper so tut, hat er oft selbst nicht viel Ahnung von dem, was er machen soll.

Wer also möglichst verschlüsselt daherredet, wirkt umso schlauer. Keiner wagt es in einem Meeting, sich zu melden und zu sagen, dass er den eben gesagten Satz nicht verstanden hat, da alle anderen auch so schauen, als ob sie genau wüssten, worum es geht. Und je vertrackter man sich ausdrücken kann, desto eher redet man sein Gegenüber platt. Es ist nämlich nicht so wichtig zu überzeugen, sondern vor allem überzeugend zu wirken. Am besten geht das mit Fachausdrücken. Und am allerbesten mit englischen Fachausdrücken. Da schaut das Gegenüber beeindruckt, auch wenn er die Bedeutung der Ausdrücke nicht kennt. Aber der Experte wird schließlich mit viel Geld dafür bezahlt, dass er Sachen weiß, die man selbst nicht weiß.

Nun kommt’s: Auch wenn der Businesskasper tatsächlich kompetent ist und nicht nur so tut, vergisst er allzu leicht, dass sein Jargon außerhalb seines direkten Umfeldes oft nicht verständlich ist. So schleicht sich nach und nach das Englisch mehr und mehr ins Deutsche ein und vermischt sich damit zu schwer verständlichem Denglisch. Zur Ehrenrettung einiger Businesskasper: Die sind so aufgewachsen und kennen das gar nicht anders. Dass sie Denglisch reden, merken sie schon gar nicht mehr.  Was ihnen völlig klar ist, kann für einen Laien nur böhmische Dörfer sein. Vielen Businesskaspern fehlt aber das gewisse Feingefühl, sich mit ihrem Ausdruck zurückzuhalten und eine einfache Sprache zu verwenden, um komplizierte Sachverhalte zu erklären.

In einem Meeting unter “seinesgleichen” mag das Gesabbel für den Businesskasper noch angebracht sein. Da spart das Zeit, allen bekannte Fachausdrücke zu benutzen. Aber im Gespräch mit Kunden geht das nach hinten los. Wenn der Kunde nicht versteht, was der Businesskasper sagt, aber glaubt, er sollte es verstehen, dann fühlt er sich unterlegen und womöglich peinlich berührt. Das stört das Vertrauen und das Beziehungsklima.

Zwar gibt es auch weibliche Businesskasper, aber normalerweise sind Frauen in der Kommunikation deutlich empathischer als Männer. Sie brauchen nicht dieses Imponiergehabe.

Beispiel

Businesskasper-Denglisch

Um mehr Leads in Deinem Funnel zu generieren, brauchst Du unbedingt eine Landing Page mit exzellenter Conversion Rate.

(Übersetzung auf der Rückseite)

Die Fjordkommission macht das anders

Wir vermeiden englische Fachbegriffe, wo es geht. Gerade wenn Du nicht viel mit Internetdingen zu tun hast, ist die Menge an unbekannten und schwer verständlichen Ausdrücken übermächtig. Das ist ja gerade der Grund, warum Du Dich noch nicht intensiv mit dem ganzen Thema beschäftigt hast. Viele Agenturen schrecken den Interessenten schon auf ihren Internetseiten mit einer Sprache ab, die schlimmeres für den alltäglichen Umgang erwarten lässt. “Wenn die so reden wie sie hier schreiben, versteht man ja gar nix” mag man schnell denken und ist von Anfang an in einer unkomfortablen Situation. Unter Umständen fühlt man sich sogar gewissermaßen ausgeliefert.

Darum sprechen wir ein verständliches Deutsch mit Dir, damit Du genau weißt, woran Du bist und trotzdem über jedes Detail der Arbeitsergebnisse Bescheid weißt. Das heißt bei uns “Kein Businesskasper-Gesabbel”, das ist unser Stil.

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